Blog-Parade: Entstehung eines Beitrags


Dieser Text ist Teil einer Blog-Parade, die kürzlich auf thinkblogging gestartet ist. Da meine Herangehensweise beim Verfassen eines Beitrags sicher recht ungewöhnlch ist, werde ich das einmal ausführlich beschreiben. Die Fragen lauten:

  1. Woher bekommt ihr die Ideen für einen Blogeintrag?
  2. Wie geht ihre genau vor, bei der Erstellung eines Beitrags? Von der Idee bis zum fertigen Artikel?
  3. Wie viel Zeit investiert ihr für das Schreiben eines Beitrags durchschnittlich?
  4. Versucht ihr eure Beiträge nach dem Veröffentlichen noch bekannt zu machen? Sei es durch yigg, digg, seoigg oder durch spezielle Suchmaschinenoptimierung?
  5. Schreibt ihr Beiträge teilweise schon mehrere Tage vorher und veröffentlicht sie (automatisch) erst später?
  6. Wie regelmäßig schreibt ihr Blogeinträge?


Meine Beiträge sind so etwas wie fotografische Reiseerzählungen mit Google-Maps und reichlich Links aus der Braunschweiger Region. Seit drei Monaten betreibe ich den Blog und besuche jeden Samstag ganz spontan irgendeinen Ort der Region. Das kann ein Dorf, eine größere Stadt oder auch nur ein Wald sein. Oft fliege ich am Freitag noch einmal virtuell mit Google-Earth über das Harz- und Heideland und entscheide dann, wohin die Reise geht. Je nach Laune mit dem Bus, Zug, Fahrrad oder auch nur zu Fuß. Wenn ich dann dort angekommen bin, so wie letzten Samstag in Salzgitter Bad, dann habe ich meist keine Ahnung über den Ort oder seine Geschichte. Ich lasse den Zufall entscheiden, wohin der Weg mich bringt. Gehe ich nach links oder nach rechts? Viele Orte haben ja Info-Karten oder Tafeln. Da kann man schon einiges erfahren. Oder mal jemanden fragen. Bei so einer Tour, die oft über fünf Stunden dauert, entstehen circa zweihundert Bilder.

Im Laufe der folgenden Woche entsteht dann der Beitrag, der am kommenden Samstag erscheinen wird. Am Beispiel von Salzgitter Bad werden zwei Beiträge erscheinen, der eine über Bad, der andere über Gitter, einem nahegelegenen Dorf, das ich auch noch schnell besucht hatte. Zuerst schreibe ich locker runter, was ich dort erlebt, welche Wege ich genommen habe, was mir die Leute erzählten, welche Gedanken mirbei meiner Wanderung durch den Kopf gingen. Da ich mir durchaus Mühe gebe mit den Beiträgen, überarbeite ich den Text mehrere Male, bis er “sitzt”. Das geht aber recht flott, und dann kommt Wikipedia: Das und Websites der besuchten Orte sind meine Hauptinformationsquellen. Damit ich überhaupt weiß, worüber ich da eigentlich schreibe. Diese oft historischen Informationen unterfüttern dann meinen eigentlichen Beitrag. Dabei setze ich jede Menge Links auf meinen Text, unterstützt von Snapshot, das in diesem Text auch im Einsatz ist und ein Popup mit Vorschaubild der verlinkten Seite zeigt. Das ist vielleicht nur Spielerei, wird auch von vielen nicht gemocht, ich finde es aber ganz praktisch, z.B. Wikipedia-Texte auf diese Art auf meiner Seite einzusetzen. Oder Youtube-Videos.

Wenn der Text fertig ist, wähle ich circa 15 Fotos aus, die über das Slickr Gallery-Plugin über Flickr eingebunden werden. Dazu kommt meist eine Google-Map des Ortes, auf der einige Fotos eingebaut sind. Ziemlich aufwändig das Ganze, aber noch macht es mir Spaß. Und da meine Texte alle thematisch zusammen passen, wird das hier eines Tages einmal ein “Gesamt-Kunstwerk”. Für einen Beitrag benötige ich schon bis zu 10 Stunden, die Wanderung nicht mit einberechnet. Aber dafür erscheinen ja auch immer nur ein oder zwei Beiträge die Woche.

Ansonsten ist Google mein bester Freund. Die meisten Zugriffe kommen von dort, wie vermutlich bei den meisten Blogs. Man mag zwar denken, daß Ortsnamen von kleinen unbekannten Dörfern wie “Stiddien” oder “Steterburg” oder Personen wie “Brocken-Benno” oder “Konrad Koch” wohl kaum für große Besucherzahlen sorgen können. Große Besucherzahlen habe ich auch nicht, aber die Begriffe funktionieren trotzdem ganz gut. Es gibt doch sehr viele Menschen, die etwas über ihren Heimatort wissen wollen, auch wenn es nur “Harxbüttel” ist.

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